Text und Foto: Klaus Botta

Die Meinung ist im Auge des Betrachters unterschiedlich

Wenn es um unsere BOTTA-Uhren geht, dann sind diese im Vergleich mit Fernost-Massen-Uhren, die in einem Preisspektrum von fünf bis etwa 150 Euro liegen, relativ teuer. Im Vergleich zu den bekannten Nobelmarken, die zwischen 1.500 und 100.000 Euro kosten, sind unsere Uhren überraschend günstig.

Wie kommen solche drastischen Preisunterschiede zustande?

Die erwähnten Billiguhren sind deswegen so billig, weil die massenweise Herstellung unter unvorstellbaren Produktions- und Arbeitsbedingungen sowie unter Verwendung minderwertiger Materialien erfolgt. An Stelle eines innovativen Gestaltungskonzeptes steht meist nur die Kopie von Bestehendem oder eine Resteverwertung von Vorhandenem im Fokus. Masse statt Klasse eben. Charakter und Wertigkeit spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Der Preis dominiert – bestenfalls noch ein gewisses „Me-Too“-Denken.

Ganz anders funktioniert die Preisgestaltung bei Nobelmarken. Das hohe Preislevel resultiert aus der vorwiegend in Mitteleuropa basierenden Entwicklung und Montage. Komponenten, Verarbeitung und Service sind zudem auf einem wesentlich höheren Anspruchsniveau. Gerade die besonders teuren Marken besitzen oft eigens entwickelte und von Hand gebaute Uhrwerke. Das schlägt sich vor allem in den Produktionskosten nieder. Ein weiterer Grund sind die nicht zu unterschätzenden Kosten für aufwändige Marketingmaßnahmen, denn der Noble-Status will permanent gepflegt und unterhalten sein.

Wir bei BOTTA design haben eine nochmals andere Gewichtung der einzelnen Bereiche. Wir entwickeln und produzieren durchaus mit dem Anspruch der Highend-Marken. Entwicklung, Komponenten und Verarbeitung sind bei unseren Uhren ebenfalls erstklassig. Zum Beispiel entspricht unser doppelt gewölbtes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas im Einkauf dem 20- bis 30-fachen einer kompletten Fernost-Billiguhr! Zudem sind unsere Teilelieferanten in den meisten Fälle dieselben, die auch die Nobelmarken beliefern.

Wir leisten uns den Produktionsstandort Deutschland

Alle gestaltungsrelevanten Teile werden nach unseren Zeichnungen gefertigt und von Hand zu Komplett-Uhren zusammengebaut. Lediglich die Uhrwerke kaufen wir als fertige Baugruppen aus der Schweiz zu. Das ist natürlich erheblich teuerer als eine Fernost-Massenproduktion, für uns aber unverzichtbar. Denn nur im permanenten Dialog mit unseren Herstellern vor Ort können wir die Einhaltung unserer außerordentlich anspruchsvollen Design- und Qualitätsvorgaben realisieren. Das entspricht auch unserer Vorstellung von Kundenservice, der sich erfahrungsgemäß nur mit Partnern im Inland umsetzen lässt.

Wir sind ein Unternehmen mit dem Blick auf das Wesentliche, mit Liebe zum Detail und einem ganz persönlichen Service. Der Fokus liegt vor allem in den Bereichen Entwicklung, Komponenten, Produktion und Service. Unsere Stückzahlen sind überschaubar, zum Teil limitiert. 

„Unsere Kunden bekommen wirklich außergewöhnliche Uhren mit Top-Designanspruch und Premium-Qualität zu einem attraktiven Preis.“

Unseren Kunden sind Werte wie Individualität, Authentizität, Originalität und Qualität wichtiger als der Besitz einer Standard-Nobelmarke oder ein besonders niedriger Preis.

Letztendlich ist es eine Frage des persönlichen Anspruchs, welchen Wert man den Produkten beimisst, mit denen man sich täglich umgibt. Jedoch sollte sich jeder Uhrenbesitzer stets bewusst sein, dass die Armbanduhr wesentlich mehr über ihren Träger aussagt, als man gemeinhin erwartet.

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  • Gerard Borchert sagt:

    Interessanter Artikel.
    Da habe ich mir ehrlich gesagt im Detail noch gar nicht so viele Gedanken gemacht.
    Aber klingt schon plausibel.
    Wobei ich einerseits immer noch nicht verstehe, wie man für so wenig Geld in Fernost komplette Uhren bauen kann.
    (Und ich glaube man will es auch teilweise gar nicht wissen…)

    Andererseits bezweifle ich ernsthaft, dass die Preise der “Standard-Nobelmarken”, wie Sie es nennen, wirklich in einer vernünftigen Relation zum gebotenen Gegenwert stehen. Denn: Wirklich exklusiv sind die bei den riesigen Stückzahlen beileibe nicht.

    Aber ansonsten finde ich den Artikel sehr informativ und nachvollziehbar.

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