Text und Foto: Klaus Botta
TRES 24 Titan

Hochleistungs-Turbinenschaufeln, Luft- und Raumfahrtkomponenten, Implantate, Sportgeräte und viele weitere HighTech-Produkte werden heute aus Titan hergestellt. Tendenz stark steigend.
Botta-Design setzt Titan bereits seit 1991 als Uhrgehäusewerkstoff ein.

Kaum ein anderer Werkstoff vereint so viele herausragende Eigenschaften: sehr hohe Festigkeiten bei geringem Gewicht. Korrosionsbeständigkeit auch unter extremen Bedingungen. Eine überragende Abschirmung gegenüber elektrischen und elektromagnetischen Feldern, sowie eine weitgehende Resistenz gegen Wirbelströme. Zudem ist es antimagnetisch und absolut antiallergen.

Titan hat Festigkeitseigenschaften die im Bereich von vergüteten Stählen liegen und behält diese Eigenschaften bis in Temperaturbereiche von ca. 200 bis etwa 630 °C bei.
Die Zugfestigkeit beträgt je nach Legierung zwischen ca. 300 und 1150 N/mm2. Ein sehr beachtlicher Wert – weit höher als der von Stahl. Mit einem spezifischen Gewicht von 4,51g/cm3 ist Titan auch nur etwa halb so schwer wie Rohstahl.

Titan besitzt zudem eine sogenannte Selbstheilungsfähigkeit. Wenn die Oberfläche verletzt wird, bildet sich sofort wieder eine hauchdünne, unsichtbare aber extrem widerstandsfähige Titanoxydschicht die das darunterliegende Material schützt.
Seine vielen besonderen, fast schon „überirdischen“, Eigenschaften verhalfen ihm auch zu seinem Namen, der vom griechischen Göttergeschlecht der Titanen abgeleitet ist.

Das metallische Element mit der Ordnungszahl 22 wurde erst im Jahr 1791 von William Gregor als Bestandteil des Titaneisens entdeckt. Reines Titan konnte tatsächlich erstmals 1910 hergestellt werden und wiederum erst 1940 mit Hilfe des Kroll-Prozesses kommerziell nutzbar gemacht werden. Es ist also in seiner metallischen Form ein relativ neuer technischer Werkstoff.
Seitdem hat es eine steile Karriere als High-Tech-Material hinter sich und wird auch nicht zu Unrecht als Werkstoff der Zukunft bezeichnet.

Die Nachteile von Titan liegen vor allem in seinem hohen Preis und der schwierigen Verarbeitung. Es nutzt normale Werkzeuge sehr schnell ab und kann somit nur mit Sonderwerkzeugen bearbeitet werden. Auch die Gewinnung ist schon sehr aufwendig und damit teuer.
Lange Zeit hieß es, Titan sei aufgrund der schwierigen Umformbarkeit zur Uhrengehäuseherstellung nicht geeignet. Erst Ende der 1980 Jahre gelang es einem namhaften Schweizer Hersteller eine Armbanduhr mit Titangehäuse zu produzieren. Seitdem gilt es auch im Uhrenbereich als teurer aber überlegener Werkstoff.

Kenner schätzen neben den hervorragenden technischen Eigenschaften dieses Metalls auch den edlen, warmen Farbton. Die „Titan-1“ war unsere erste Armbanduhr mit Titangehäuse und verkaufte sich über 20 Jahre hinweg als unser unangefochtener Bestseller. Erst der Werkstoff Titan ermöglichte eine derartige Flachheit und Leichtigkeit.
Für ihre beeindruckende Gesamtperformance wurde die Titan-1 mit insgesamt sieben internationalen Designauszeichnungen geehrt.

Auch in unserer aktuellen Uhrenkollektion gibt es einige Uhren mit einem exklusivem Titangehäuse. Beispielsweise die UNO Titan, die Jubiläums-UNO Titan und die NOVA Titan, jeweils mit dem Gehäusedurchmesser 40mm. Auch die gerade vorgestellte Tres 24 Titan, eine 24-Stunden 3-Zeigeruhr mit 40mm Durchmesser, besitzt ein völlig neues, hochattraktives Gehäuse aus diesem Edel-Leichtmetall.

Author Klaus Botta

Klaus Botta (* 21. Mai 1959 in Bamberg) ist ein deutscher Industriedesigner. Bekanntheit erlangte er durch die Entwicklung der Einzeiger-Armbanduhr und löste einen Trend aus, dem weitere Einzeiger-Modelle von anderen Herstellern folgten.

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