Saphirglas besitzt eine sehr hohe Festigkeit und schützt Uhren gegen Kratzer

Armbanduhren von Botta-Design werden ausschließlich mit Saphirglas bestückt. Der Vorteil des Saphirs liegt in seiner Resistenz gegen Kratzer und seiner hohen Festigkeit. Diese Festigkeit erlaubt es dem Designteam von Botta, besonders flache und elegante Uhren zu entwickeln: von der Einzeigeruhr UNO bis zur Zwei-Zeitzonen-Uhr Mondo. Mehr zu den Qualitätsmerkmalen von Botta-Uhren finden Sie hier.

Allerdings hat der Saphir auch zwei Nachteile: Neben seinem hohen Preis ist dies ein sehr hoher Licht-Brechungsindex. Dieser liegt mit 15 bis 20 Prozent deutlich über dem von einfachem Mineralglas – das führt im Alltag zu unerwünschten Spiegelungen und Reflexen auf den Armbanduhren.

Armbanduhr: Saphirglas mit besonderer Anti-Reflex-Beschichtung

Abhilfe schafft im Fall von Saphir-Glas eine Oberflächenvergütung in Form einer Antireflexbeschichtung. Diese hauchdünne Schicht erlaubt einen klaren und uneingeschränkten Blick auf das Zifferblatt der Uhr.

Dieser Effekt wird durch ein physikalisches Phänomen ermöglicht: Innerhalb der Beschichtung wird das einfallende Licht mehrfach reflektiert. Die Lichtstrahlen löschen sich dabei gegenseitig aus und werden nicht mehr zum Betrachter reflektiert. Somit kann der Blick uneingeschränkt auf die Zeitanzeige der Uhr fallen. Besonders stark ist dieser Effekt, wenn die Anti-Reflex-Beschichtung auf beiden Seiten des Saphirglases aufgebracht wird.

Botta-Uhren mit gewölbtem Saphirglas und beidseitiger Anti-Reflex-Beschichtung

Diese beidseitige Antireflexbeschichtung verleiht der Armbanduhr zusätzlich eine hohe optische Wertigkeit. Denn je nach Lichteinfall überzieht ein topas-blauer Schimmer das vergütete Saphirglas. Man erkennt sofort, dass die Uhr mit einem hochwertigen Glas bestückt ist.

Alle neuen Botta-Design Uhren wie beispielsweise die Einzeigeruhren UNO und NOVA sind mit gewölbtem Saphirglas und beidseitiger Antireflexbeschichtung ausgestattet. Die von uns eingesetzte Entspiegelung ist übrigens besonders resistent gegen Abrieb – damit Sie einen dauerhaft klaren Blick auf die Zeit haben.

Exkurs: Drei Materialien, die bei Uhrengläsern zum Einsatz kommen

Acrylglas kommt bei sehr billigen Uhren zum Einsatz oder bei Uhrengläsern mit sehr starker Wölbung. Ihr wesentlicher Nachteil ist die hohe Kratzempfindlichkeit und damit verbunden, die geringe Wertigkeit.
Mineralglas (im Prinzip Fensterglas) ist das Standardmaterial für günstige und mittelwertige Uhren. Es stellt einen guten Kompromiss aus Transparenz, Haltbarkeit und Kosten dar.
Saphirglas (Sythetischer Saphir) stellt die Königsklasse der Uhrengläser dar, Sie sind hochbrillant, hochtransparent und hochfest in der Struktur. Herausragendes Merkmal ist jedoch die außergewöhnliche Resistenz gegen Verkratzung. Der wesentliche Nachteil ist der hohe Preis. Dieser steigt nochmals deutlich mit der Zunahme des Durchmessers.

Saphirglas ist kein Glas, aber perfekt geeignet für Armbanduhren

Saphirglas ist genau genommen gar kein Glas sondern eine transparente, kristalline, technische Keramik. Sie besteht aus reinem Aluminiumoxid (Al2O3). Durch den Entfall von natürlichen Verunreinigungen ist der industriell hergestellte Kristall absolut farblos.

Es handelt sich dabei also um eine technische Keramik (Oxidkeramik), die mit der Haushaltskeramik (mineralische Keramik) die man von Porzellan oder Tongefäßen her kennt, so gut wie nicht zu tun hat. Technisch gesehen gehört Saphirglas zur Gruppe der Korunde. Nach Diamant (Mooshärte 10) besitzen Korunde die zweithöchste Härte 9. Sie sind also ausgesprochen hart und widerstandsfähig.

Saphir ist monokristallin, besteht also aus einem regelmäßig aufgebauten hexagonalen Kristall der absolut regelmäßig und formstabil bleibt. Im Gegensatz dazu besitzen Mineralgläser eine amorphe Struktur die sich „fließend“ verändert und damit wesentlich unregelmäßiger aufgebaut ist.

Saphirglas Uhr: Antireflexbeschichtung entspiegelt Armbanduhren

Saphirglas wird in einem sehr aufwändigen technischen Verfahren erzeugt. Als Rohling erhält man sogenannte Keramik-Birnen, die aufgrund der hohen Härte des Materials nur mit diamantbestückten Werkzeugen geschnitten bzw. geschliffen werden können.
Dadurch wird auch die Weiterverarbeitung des Rohmaterials außerordentlich aufwendig.
Gewölbte „Gläser“ sind besonders teuer, da die Wölbung von zwei Seiten mit Diamantschleifern in den Rohzylinder eingeschliffen werden muss.
Auch die abschließende Hochglanzpolitur, die für die optische Güte maßgebend ist, funktioniert nur mit Diamant-Schleifpasten und ist ebenfalls sehr zeitaufwendig.

Als Ergebnis erhält man dann allerdings ein hochbrillantes „Glas“ mit hervorragenden optischen und mechanischen Eigenschaften. Als Wehrmutstropfen, wie bereits erwähnt, bleiben der hohe Preis und eine erhöhte Neigung zu Reflektionen. Diese lassen sich wiederum durch das Aufbringen von optischen Schichten deutlich verringern. Solche Anti-Reflex-Beschichtungen oder optische „Vergütungen“ kennt man auch von hochwertigen Brillen oder optischen Linsen in der Fotoindustrie – oder von Armbanduhren der Marke Botta-Design.

Author Klaus Botta

Klaus Botta (* 21. Mai 1959 in Bamberg) ist ein deutscher Industriedesigner. Bekanntheit erlangte er durch die Entwicklung der Einzeiger-Armbanduhr und löste einen Trend aus, dem weitere Einzeiger-Modelle von anderen Herstellern folgten.

Weitere Artikel von Klaus Botta

Kommentar schreiben

*

Sie erreichen uns von Montag bis Freitag von 9:00 - 18:00 Uhr:
Botta-Design
Klosterstraße 15a
61462 Königstein

Tel.: +49 6174 961188
Fax: +49 6174 961189
info@botta-design.de