An einem grauen Tag im Juni des Jahres 1876 ziehen über einem Bahnhof in Irland dunkle Wolken auf. Ein tiefes Grollen dröhnt aus der Ferne, bevor unvermittelt ein heftiger Regen einsetzt. Ausgerechnet an diesem Tag wartet der kanadische Ingenieur und Eisenbahndirektor Sandford Fleming auf dem Landbahnhof auf die Eisenbahn. Doch sein Hoffen und Bangen sind vergebens, denn der Zug wird nicht eintreffen. Kein lautes Dröhnen einer Lok ist zu hören, kein weißer Dampf ist weit und breit zu sehen. Alles scheint still zu stehen. Als Fleming auf seine Uhr blickt, stellt er fest, dass diese eine andere Zeit anzeigt als die Bahnhofsuhr. Ihm wird bewusst, dass auf der Welt keine einheitliche Uhrzeit existiert, jedes Uhrwerk scheint seinen eigenen Regeln zu folgen. Fleming hat genug von der sinnlosen Warterei. Es ist endlich an der Zeit, dass sich die Welt auf einheitliche Zeiten einigt!

Früher oder später musste Sandford Fleming an einem Bahnhof auf dieses Problem stoßen. Denn in seiner Zeit wurden die Uhren von Ort zu Ort nach dem jeweiligen Sonnenhöchststand ausgerichtet. Bevor die Menschen dank Eisenbahn und Dampfkraft schnell und komfortabel zwischen zwei Orten pendeln oder verreisen konnten, fiel das keinem groß auf. Die verschiedenen Ortszeiten führten in der Zeit der Industrialisierung aber zu immer mehr Ungereimtheiten. Es war offensichtlich, dass eine gemeinsame Lösung gefunden werden musste.

Mit der Greenwich Mean Time zur einheitlichen Zeit

Das Bestreben Flemings traf bald auf Verständnis. Mit Gleichgesinnten machte er sich für die weltweite Festlegung von Zeitzonen stark. Als Basis dafür diente eine einfache Rechnung: Die 360 Grad der Erdkugel geteilt durch 24 (die Stundenanzahl eines Tages) ergibt den Wert 15. Folglich sollte in den Zonen von je 15 Längengraden die gleiche Zeit gelten. An dieses System anknüpfend legten 25 Nationen auf der Meridiankonferenz in Washington am 13. Oktober 1884 die Weltzeitordnung namens Greenwich Mean Time (kurz GMT) verbindlich fest. Der Name geht auf die mittlere Ortszeit der königlichen Sternwarte Greenwich zurück, die zum internationalen Nullmeridian erklärt wurde. Im Jahr 1893 wurde in Deutschland die einheitliche Zeitbestimmung eingeführt. Die Zeitzonen folgen sowohl den Meridian-Linien als auch politischen Staatsgrenzen und natürlichen Grenzen wie Flussläufen oder Gebirgsketten. Seit 1919 gibt es für die GMT zusätzlich den Begriff Universal Time (UT).

Als sich die verschiedenen Zeitzonen etabliert hatten, wurden die ersten GMT-Uhren gefertigt, die neben der lokalen Zeit die GMT-Zeit visualisierten. Für die Anzeige der zweiten Zeitzone wurde ein starrer zweiter Stundenanzeiger angebracht, der sich im festen Abstand zur Ortszeit mitbewegte. Doch beim Wechsel einer Zeitzone oder spätestens der Einführung der Sommerzeit zeigte sich, dass die Uhren aufgrund des starren Doppel-Zeiger-Systems weitgehend unbrauchbar waren. Bei nachfolgenden, moderneren Modellen konnte sich der zweite Stundenzeiger dank einer speziellen Krone frei rund um das Ziffernblatt bewegen.

Zwei-Zonen-Uhren sind heutzutage aktueller denn je. In der Geschäftswelt sind sie für Vielflieger, die beruflich auf mehreren Kontinenten oder Zeitzonen unterwegs sind, unverzichtbar. Der Träger kann die Uhrzeit des aktuellen Aufenthaltsortes ablesen und weiß gleichzeitig, wie viel Uhr es gerade zuhause in der Heimat ist. Keine Uhr schafft es besser, Liebende, Verwandte und Freunde zu verbinden als die MONDO von Botta-Design. Bei diesem Modell wird die klassische Dreizeigeruhr um eine zweite Zeitzone erweitert. Durch einen einzelnen Zusatzzeiger auf einer 24-Stunden-Skala wird die zweite Zeitzone dargestellt. Ein puristisches Design und formvollendete ästhetische Elemente zeichnen die MONDO nach dem einzigartigen Einzeiger-Prinzip von Botta-Design aus.

Aktueller denn je: GMT Uhren und Zwei-Zeitzonen-Uhren

In sich weit erstreckenden Ländern wie Australien, Russland oder Amerika herrschen unterschiedliche Zeitzonen. Die 24-Stunden- und Zwei-Zeitzonen-Uhr DUO von Botta-Design verrät auf einen Blick, wie viel Uhr es zum Beispiel in Los Angeles und auf Hawaii ist. Das makellos gestaltete und verarbeitete Modell stellt mit Hilfe des Edelstahl-Stundenzeigers auf der äußeren 12-Stunden Skala die lokale Uhrzeit dar. Die zweite Uhrzeit wird durch den kleinen, schwarzen Zeiger mit farbiger Spitze auf der innen liegenden 24-Stunden-Skala angezeigt. Die DUO von Botta-Design ist das ideale Geschenk für Paare und Freunde, die tagtäglich von tausenden Kilometern getrennt werden oder von Geschäftsreisenden, die eine kleine Verbindung in die Heimat halten wollen.

Unglücklicherweise hat Sandford Fleming das Phänomen der modernen GMT-Uhren bzw. Zwei-Zeitzonen-Uhren nicht mehr miterlebt. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde er die DUO oder die MONDO von Botta-Design mit großer Freude und Genugtuung tragen und hätte an jenem verregneten Tag im Jahr 1876 nicht sehnsüchtig auf die Eisenbahn warten müssen.

Foto: Klaus Botta

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