Unser Kunde Michael Lehmann hat uns diesen inspirierenden Text geschrieben, nachdem er die Einzeigeruhr NOVA von Botta-Design erhalten und über mehrere Monate getragen hatte. Wir danken Herrn Lehmann dafür, seinen Text hier abbilden zu dürfen. Eine Sammlung an Erfahrungs-Berichten finden Sie hier.

Da war sie nun, die NOVA. Die wohl am stärksten entkernte, entrümpelte und reduzierte Armbanduhr nach dem Einzeigeruhr-Prinzip. Das wusste ich aber noch nicht. Für mich waren Einzeigeruhren bislang völlig unbekannt. Entsprechend ratlos saß ich vor der Uhr. Zweifelsohne: exakt designt, hohe Wertigkeit, nie gesehene Gestaltung, gutes Handling, hervorragende Verarbeitung. Aber eine Armbanduhr mit nur einem Zeiger? Eine nette Spielerei? Der Spleen eines Designers? Ein weiteres Produkt, das man zwar gerne trägt, aber doch eigentlich nichts bringt. Das man nicht braucht? So wie Frischhalteboxen in Bananenform? Nein. Da war mehr. Viel mehr.

Aber zunächst überwog in mir das Misstrauen. Der Gedanke, dass diese Uhr nicht in mein Leben, in meinen Alltag, in meine Arbeit passe. Meine Armbanduhr, die ich zur Kommunion bekommen hatte, trage ich schon lange nicht mehr, eigentlich seit dem ersten Handy mit 15 Jahren. Spätestens mit dem Smartphone hätte ich mich wohl vom Armband befreit. In meiner Arbeit, wie wohl in der von Millionen anderen, sind Termine knapp getaktet.

Ständig poppen Termine auf, Skype blinkt, E-Mails stapeln sich, das Handy klingelt und ja, auch das alte Festnetz ringt nach wie vor. Wozu also eine Einzeigeruhr, die mir nichts anderes als die ungefähre Zeit anzeigen kann? Wie asynchron, wie unmodern, wie, ja sinnlos? Aber das Ungefähre ließ mich nicht mehr los. Und ich erinnerte mich an mein Studium, die viele Zeit damals, ewige Diskussionen, lange Abende, viel Freiheit und Ungebundenheit. Und später dann Familie, Kinder, Selbständigkeit – und kaum mehr Zeit.

Langsam kam mir der Gedanke, dass diese Einzeigeruhr, diese NOVA von Klaus Botta, vielleicht genau das Zeitmessinstrument ist, das wir heute brauchen – auch brauchen. Denn einerseits bin ich angewiesen auf exakte Termine, genaue Uhrzeiten – etwa beim Erreichen eines Anschlussfluges. Andererseits gibt es freie Phasen, Leerlauf, längere Weilen wie die freien Tage an der Ostsee, Radtouren durch die Heimat, schwüle Julinächte. Auch dann muss ich wissen, wie spät es ist. Jedenfalls gilt das für mich. Aber nur ungefähr, ganz grob. So in etwa. In diesen Phasen der Gelassenheit wurde die Einzeigeruhr NOVA mein liebgewordener Begleiter. Das Smartphone blieb in meinen Urlauben heuer zwar nicht daheim, aber oft im Flugmodus auf dem Küchentisch der Ferienwohnung.

Die NOVA hat mir auch viele interessante Gespräche beschert. In Cafés oder im zwanglosen Gespräch nach Theater-Aufführungen oder Geschäftsterminen fällt das Gespräch oft meine außergewöhnliche Uhr, die eine Geschichte erzählen kann. Eine Geschichte, die offensichtlich fasziniert, Interesse weckt. Wohl auch ein großes Bedürfnis in unserer Zeit bedient.

Ist die Einzeigeruhr also etwas, das man nicht braucht? Ja, man braucht sie nicht. Und genau das macht so sie so attraktiv. Ich kann sie nutzen, sogar gut und sehr entspannt. Aber ich brauche sie nicht. Was ich brauche, leider, sind Skype, E-Mails, Google-Kalender und ein Projektmanagement-Tool. Die NOVA ist also Luxus. Ja, eine Luxus-Uhr! Für Menschen, die sich den Luxus nehmen wollen, freier sein zu können. Denn eigentlich bräuchte ich mehr Zeit im Flugmodus …

 

Michael Lehmann, München

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